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Ein Fotowochenende in Stuttgart

2014_Stuttgart_Gruppenfoto_2_Silke_HagemannNach dem erfolgreichen Wochenende im letzten Jahr (Duisburg), war es keine Frage, so ein Fotowochenende wiederholen wir. Dieses Jahr war Stuttgart unser Ziel. Unsere Reise startete am Samstagmorgen (18.5.) um uns in der Baden-Württembergischen Landeshauptstadt am Hotel zu treffen. Nachdem Einchecken führte uns ein kleiner Spaziergang direkt in die Wilhelma.

Der zoologisch-botanische Garten existiert in heutiger Form seit dem Jahr 1953. In der historischen Schlossanlage von 1846 werden auf etwa 28 Hektar rund 8000 Tiere in 1050 Arten und etwa 5000 Pflanzenarten gezeigt. Der Park vollzog eine Wandlung vom rein privaten Rückzugsort eines Königs zu einem Zoologisch-Botanischen Garten mit rund 2 Millionen Besuchern jährlich. Der einst als Privatgarten angelegte Park mit Gebäuden im maurischen Stil sollte ein Wohn- und zugleich auch Repräsentationsort des Schwabenkönigs Wilhelm I. werden. Das Paradebeispiel maurischer Baukunst war schon damals die Alhambra im spanischen Granada. Daher wird die Wilhelma auch die "Alhambra am Neckar" genannt.


2014_Stuttgart_Thomas_Bartsch_2In kleinen Gruppen, oder auch Einzel, streunten wir durch das weitläufige Gelände, und jeder konnte sich seinem Interesse entsprechend austoben: Tier und Pflanzen, Menschen und Architektur, oder einfach das fotografisches Kleinod am Wegesrands. Das Wetter war bombig und zum Mittagessen suchten wir freiwillig ein Schattenplatz auf der Terrasse des Restaurants auf.

Abends ging es zum Essen in die Innenstadt von Stuttgart. Im altehrwürdigem Rathauskeller wurde für unsere 11-köpfige Gruppe kurzerhand ein Tisch bereitet und wir konnten bei schwäbischer Hausmannskost die Kalorien zurückholen, die tagsüber bei den langen Wegen die wir zurücklegten, dahin schmolzen. Nachtaufnahmen fielen trotz besten Wetterbedingungen ins Wasser, da Stuttgart ähnlich dunkel und düster ist wie Wiesbaden, müssen ebe spare, die Schwabe.

Nach einer geruhsamen Nacht in dem neu eröffnetet Hotel und dem Frühstück in der „Pizzeria“ fuhren wir ins Mercedes-Museum. Nachdem der gestrige Tag von der Historie geprägt war, stand heute der Zeitsprung von dem 19. Jahrhundert in die Gegenwart bevor.  Doch erstmal standen wir vor einem hypermodernem Bau aus Stahl, Beton und Glas. Die teilweise verspiegelte Front verführte uns zu einem Gruppenfoto. Ein Aufzug brachte uns in der imposanten Eingangshalle ganz nach oben. Auf den neun Ebenen mit einer Fläche  von 16.500 qm sind 160 Fahrzeuge und insgesamt mehr als 1.500 Exponate zu sehen. Das Gebäude ist im Inneren einer DNA-Spirale mit ihrer Doppelhelix nachempfunden, die das menschliche Erbgut trägt.

2014_Stuttgart_Thomas_Bartsch_1Auf einem vierstündigen Weg durch die Ausstellung erlebten wir eine Zeitreise durch die Automobilgeschichte. Angekommen im Jahr 1886 führt ein Rundgang in weiten Kurven durch die umfangreiche und chronologisch ausgerichtet Sammlung zum Erdgeschoss zurück. Nicht nur das Museum ist ein gestaltetes Highlight, auch die Ausstellung zeichnet sich durch eine durchdachte und didaktische Präsentation aus. Wechselte Materialen und Interaktionen boten uns Fotografen reichlich Möglichkeiten. Ganze Fahrzeuge brachten wir eher selten auf den Speicherchip, dazu waren zu viele Besucher unterwegs. Die Details war aber nicht zu verachten, und wo kamen die vielen Spieglungen her?

Ein kleine Stärkung im museumseigenem Gastrobetrieb, und einer weiteren Runde um das Museumsgebäude beendenden das Wochenende im sonnigen Stuttgart. Jeder von hatte mit Gewissheit genug Material mit nach Hause genommen, das bei der Nachbearbeitung die Erinnerungen zurück holt. Und wieder kann man vorgreifen, auch 2015 wird es wieder so ein harmonisches Fotowochenende gebe.

Viele Dank an Markus, für die tolle Organisation.

*Quellen: Wikipedia, www.wilhelma.de, www.mercedes-benz.de

Zitate

Nach meiner Ansicht kann man nicht behaupten etwas gesehen zu haben, bevor man es fotografiert hat.
Zola, Emile

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