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Kranichstein im Regen

2014_Eisenbahnmuseum_Norbert_Wagner_4Es war sehr feucht um nicht zu sagen, es war alles pitsch nass, da es in Strömen goss, kurz bevor es los gehen sollte. Unentwegte Fotografen haben jedoch immer Fotografierlust und -wetter.

Vermutlich hatten die Wetterprognosen zur Folge, dass sich erst gar nicht Viele aus unserem Club zum Ausflug nach Darmstadt-Kranichstein entschließen konnten. Die Anmeldungen bei Thomas waren sehr überschaubar und leicht im Auto unter zu bringen.  Kurz und knapp: Zwei Mann aus Mainz, Thomas und Norbert setzten sich in Richtung Darmstadt  in Bewegung, in der Hoffnung im Eisenbahnmuseum in Darmstadt-Kranichstein auf weitere Mitglieder des Fotoclub Mainz zu treffen. Der Regen hatte auch nachgelassen. Vereinzelte Tropfen mussten die Scheibenwischer allerdings noch verarbeiten.

Weil wir uns zeitig auf den Weg gemacht hatten, waren wir auch locker und ohne Hast an unser Ziel gekommen und konnten in der Cafeteria einen guten, heißen Kaffee zu uns nehmen, um so gestärkt an die Arbeit zu gehen, nachdem wir tatsächlich noch Gesellschaft durch Michael bekamen.


Die Eisenbahnfreunde in Kranichstein haben gute Karten! Gemessen am Eisenbahnmuseum in Neustadt/Weinstraße geht es den Kranichsteinern sehr gut. Sie verfügen über einen riesigen Lokschuppen mit sieben Gleisen. Im Schuppen ist je Gleis in der Länge Platz für gut drei Lokomotiven. Die Fans könnten alle vorhandenen Loks dort unterstellen. Neben dem Schuppen befinden sich weitere fünf Gleise auf denen eine Diesellok und vier Dampfloks stehen. Die Drehscheibe davor versetzt die Freunde in die Lage, sehr komfortabel mit den einzelnen fahrtauglichen Loks auf „Fahrt“ zu gehen.

All dieser Komfort, den die Kranichsteiner Eisenbahnfans genießen, könnte uns Fotofans gestohlen bleiben. Wenn es aber zu dampfen anfängt, ist das auch den Fotografen recht und die Verschlüsse Klicken – sofern die Kamera entsprechend eingestellt ist. Denn die Kameras, die dort vorhanden waren, waren  durchweg Digital, die den Verschluss auch ohne Geräusch in Gang setzen.
Der große Lokschuppen verspricht äußerlich mehr, als er im Stande ist zu halten. Die Eisenbahnteile, die drinnen vorhandne sind, versinken etwas im Dunkel. Dort gute Fotos in den Kasten zu bekommen setzt eine gute Beleuchtungsanlage voraus. Dieses ist aber überflüssig, weil die untergebrachten „Ausstellungsstücke“ nicht so fotogen sind, dass es sich lohnte größere Beleuchtungsanstrengungen anzustellen. Das interessante „Gesicht“ der Maschinen schaut sowieso zur Vordertür hinaus.

Für die Freunde der Modelleisenbahn ist ein eigener Zug aus mehreren entsprechend umgebauten Waggons vorhanden, in denen Modelle aller Art zu finden sind. Wer dort nicht auf seine Kosten kommt, ist auch sonst nicht zufrieden zu stellen. Dort könnte man bis zum Exzess der sogenannten Tabletop-Fotografie frönen.

Nachdem wir die großen Ungetüme von Dampflokomotiven von ihren Standorten über die Drehscheibe auf die „Strecke“ haben rollen sehen und selbstverständlich fotografisch festgehalten haben, war nichts mehr  zu  fin-den, was die Linse interessiert hätte und wir verabschiedeten uns von Michael, der noch nicht alle Schrauben und Nieten der Kolosse geprüft hatte.

Das Eisenbahnmuseum in Darmstadt-Kranichstein ist für Fotofreundinnen und auch -Freunde ein Erlebnis!

Zitate

Nach meiner Ansicht kann man nicht behaupten etwas gesehen zu haben, bevor man es fotografiert hat.
Zola, Emile

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