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2015_Petersburg_Nadja Solobai-Walz_1Die Reise nach Sankt Retersburg wird zu einem der schönsten Erlebnisse in Ihrem Leben werden, denn bereits an der Schwelle dieser großartigen Stadt sprechen Sie gleichzeitig mehrere Jahrhunderte der Geschichte Russlands an.

Die von vielen Generationen ihrer Erbauer in Stein geschriebene Chronik liegt wie ein offenes Buch auf den Plätzen, Straßen und Prospekten der Stadt, deren Plan Peter der Große vor Jahrhunderten mit schwungvollen Strichen auf Papier gebracht hat.

Am 27. Mai 1703 legte Peter I. den Grundstein zur künftigen Hauptstadt des Russischen Reiches im Nawadelta. Gleich einem Titan riss der große Reformator das Jahrhunderte schlummernde Rußland wie ein Roß an der Zügeln empor und schuf im Laufe von nur einigen Jahrzehnten, in unmöglich kurzer Zeit, einen der mächtigsten Staaten der Welt. In unermüdlicher Energie machte sich Peter I. an den Bau des nördlichen Vorposten, der für Rußland zum Fenster nach Europa wurde und dem Staat den unübersehbaren Seehorizont öffnete. Dank den gigantichen Anstrengungen der Menschen, ja ganz Russlands, verwandelten sich vor aller Augen die öden Ufer der Newa, die jetzt herrliche Paläste, Kathedralen und Parks schmückten. Sankt-Petersburg- ein Meisterwerk der Architektur-, geschaffen von talentvollsten Baumeistern der Welt, wurde zu einer schönsten Städte unseres Planeten.

2015_Petersburg_Nadja Solobai-Walz_2Das heutige, der dynamiche Sankt Peterburg empfängt Sie mit dem lermvollerfüllten Strudel seiner Straßen, mit seinem Lichtermeer. Der Menschenstrom ergreift Sie unbekümmert, und auf seiner Woge ziehen vor Ihnen in endloser Reihe die Museen und Paläste vorüber. Das abendliche Sankt Peterburg ist ohne Rampenlichter und ohne den begeisterten Beifall in seinen Theater- und Konzertsälen undenkbar.

Die alte Stadt ( UNESCO Weltkulturerbe ) ist zu jeder Jahreszeit schön. Sich der launischen nördlichen Witterung anpassend, vertauscht die Stadt, wie ein sich jünger machender Gentleman fortgeschrittenen Alters, ständig ihr Kleid und verwandelt die Straßen und Ufer bis zur Unkenntlichkeit. Doch bleibt in dieser Stadt etwas Unverändetliches und Ewiges -  das ist ihre Seele, die ihr viele Generationen von Petersburgern eingehaucht haben.

Die Stadt der Erstentdeker, der Künstler und Komponisten, der Dichter und Denker schenkte der Welt eine unüberschaubare Anzahl von Höhen des menschlichen Geistes. Sie durchlebte Jahre schwerste Prüfungen – Kriege, Revolutionen, die Blokade – und hat sich letzten Endes doch ihren stolzen Namen – Sankt -Petersburg – zurückerobert. Wie der Vogel Phönix ist die Stadt aus der Asche wiederauferstanden , hat mit mächtigem Flügelschlag den Staub der Vergangenen Jahrhunderte abgeschüttelt und ihren Flug in die Zukunft begonnen.

Ganze Tage lang kann man durch die Straßen, über die Plätze und Parks gehen, um dabei immer wieder etwas Neues für sich zu entdecken: mal nebliches London, mal prachtvolles Paris, mal ewige Stadt, voll römischer Helden und Götter. Von einem Motorboot aus können Sie noch ein Weltwunder sehen – das Nördliche Venedig. Um vom Wasser aus das ganze Petersburg, das auf 42 Inseln steht, sichtlich zu erfassen, muss man über 49 Flüsse und Kanäle, unter über 300 Brücken fahren und dabei eine Strecke von mehr als 1000 km zurücklegen. In seine 312-Jährige Geschichte hat Sankt Petersburg über 250 Überflutungen erlebt.

Besonders romantisch und geheimnissvoll ist Sankt Petersburg zur Zeit der weißen Nächte. Das ist eine magische Zeit der geöffneten Brücken über dem Fluss Newa und der in ferne Länder eilenden Schiffe . Tausende Menschen eilen an die Newaufer, singen und erfreuen sich in glücklicher Schlaflosigkeit bis zum Anbruch des neuen Tages. Die geisterhafte Stadtlandschaft, der Seitenklang der Gitarren, das Stimmengewirr, der leichte Wellenschlag und die Schreie der Möwen verflechten sich zu einem irrealen Bild. Die schwankende Dämmerung verdekt wie auf einer Maskerade die Gesichter. In diesen nächtlichen Stunden öffnet sich und erwacht die nach Liebe und dem Guten dürsternde Seele.

Zitate

Man stößt überall in der Naturfotografie auf deutliche Grenzen, von denen man allerdings nicht weiß, ob es auch die eigenen sind, oder wo diese liegen.
Pölking, Fritz

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