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2016_01_19_Mario_Andreya_luftbild-grosser-feldbergAm 7. März 2016 besuchte uns an unserem Clubabend Mario Andreya als Gastreferent (www.vonganzoben.de). Im Gepäck hatte er ein ausgefallenes, aber dennoch hoch-aktuelles Thema: die Luftbildfotographie mit Multikoptern. Dieser Bereich der Fotographie zieht zwar diverse rechtliche und finanzielle Hürden nach sich, zeichnet sich jedoch durch ungewöhnliche und einzigartige Ergebnisse aus, die ohne Fluggerät nicht möglich wären.
 
In die Ausrüstung muss zunächst ein nicht unerheblicher Betrag investiert werden. Darüber hinaus fallen Gebühren für Genehmigungen bei verschiedenen Behörden an und es muss z. B. eine entsprechende Haftpflichtversicherung vorliegen. Auch gilt es, bei den Flügen diverse Regeln und Gesetze einzuhalten. So ist jeder Flug nach Einholen der allgemeinen Erlaubnis nochmals beim Ordnungsamt, der Polizei sowie der Feuerwehr anzumelden. Wichtig ist es, bei den Flügen vorgegebene Sperrzonen einzuhalten. Außerhalb dieser sind max. 100 Meter Steighöhe erlaubt. Und zu guter letzt muss natürlich auch der Grundstückseigner sein Einverständnis geben.
 
Nach den zahlreichen Formalien kann jedoch das Vergnügen losgehen. Die modernen Multikopter sind mit zahlreichen Assistenz-Systemen ausgestattet und erlauben auch Anfängern einen schnellen Einstieg in die Bedienung. So verfügen aktuelle Geräte u. a. über eine Verfolgungs-Funktion, die immer der Fernbedienung folgt. Auch können bestimmte GPS-Koordinaten oder der Startplatz wieder angeflogen werden, z. B. bei einem Ausfall der Funkverbindung.
 
Allerdings ist der Spaß nur von kurzer Dauer: Eine Akku-Ladung reicht lediglich für 12 bis 18 Minuten Flugzeit. Im Verhältnis zur ausführlichen Vorbereitung, Planung der Flugroute und dem umfangreichen Genehmigungsprozess erscheint dies zunächst kaum für den Aufwand zu entschädigen. Die uns von Mario Andreya jedoch gezeigten Aufnahmen verdeutlichten ein anderes Bild: sehr faszinierende und durch die ungewöhnliche Perspektive fesselnde Bilder, die bei weitem nicht alltäglich sind.

Zitate

Man stößt überall in der Naturfotografie auf deutliche Grenzen, von denen man allerdings nicht weiß, ob es auch die eigenen sind, oder wo diese liegen.
Pölking, Fritz

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