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2016_Thailand_Ines_Engelmohr_1Unser Mitglied Ines Engelmohr hielt an unserem Clubabend am 11. Juli einen spannenden Vortrag über ihre Reise nach Thailand. Wie immer garniert mit tollen Fotos und kleine Anekdoten:

Der Norden Thailands hat viel zu bieten: prachtvolle Tempelanlagen, pulsierende Städte, bunte Märkte, abgeschiedene Dörfer, faszinierende Bergstämme, reißende Flüsse, heiße Schwefelquellen, undurchdringlichen Dschungel, sanfte Hügel und hoch aufragende Berge. Kurzum: Natur, wie sie sonst nirgendwo in Thailand vorkommt. Wer in den Norden will, kommt durch Chiang Mai.2016_Thailand_Ines_Engelmohr_2 Eine liebliche Region, die zu Recht „Rose des Nordens“ genannt wird. Chiang Mai ist die zweitgrößte Stadt in Thailand und liegt rund 700 Kilometer von Bangkok entfernt. Die Stadt gilt als die Hauptstadt des Nordens und ist Zentrum des thailändischen Kunsthandwerks wie beispielsweise Holzschnitzerei, Seidenweberei oder auch Schirme und Fächer.

Der nördlichste Punkt in Thailand ist Chiang Rai. Chiang Rai liegt 580 Meter über dem Meeresspiegel inmitten einer reizvollen Berglandschaft und am Ufer des Mae Kok, einem Zufluss des Mekong. Die Gebirgszüge sind die Ausläufer des Himalaja aus Tibet und China. Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt zählen einige geschichtlich interessante Tempelanlagen sowie der Nachtmarkt. Magischer Anziehungspunkt im hohen Norden ist das Goldene Dreieck. In diesem Dreiländereck von Laos, Myanmar und Thailand florierte früher reger Opiumhandel. Außergewöhnlich in der Region ist auch der neu erbaute weiße Tempel Wat Rong Khun.

Im Norden Thailands leben noch viele Bergvölker. Ursprünglich stammen die meisten Völkergruppen aus dem tibetanischen Hochland. Die Bergvölker sind erst in den letzten 200 Jahren und in der Zeit des 2. Weltkrieges aus den Gebieten des heutigen Myanmar, aus Südchina und aus Laos nach Nord-Thailand eingewandert. Die meisten Stämme leben von der Landwirtschaft (hauptsächlich Reisanbau) und dem Verkauf handwerklicher Produkte. Weltweit bekannt sind die Langhalsfrauen. Die Frauen verstärken und strecken mit Messingringen ihre Hälse.  Bereits den kleinen Mädchen werden die Messingringe um den Hals gesteckt. Jährlich kommt dann ein weiterer Halsring dazu. Je mehr Ringe die Frau trägt, desto höher ist das Ansehen der Frau. Der Rekord für den längsten Hals liegt bei 40 Zentimetern; die Metallringe können bis zu neun Kilo wiegen. Allerdings hat diese „Schönheit“ verheerende gesundheitliche Folgen. Denn die Muskeln, die den Hals normalerweise stützen, verlieren ihre Funktion und verkümmern. Entfernt man bei einer Frau die Ringe, kann sie ihren Kopf aus eigener Kraft nicht mehr halten.

Nordthailand bietet nicht nur Natur in Hülle und Fülle, sondern auch tausende von kleinen und großen Tempeln. Und unterwegs in Nordthailand verhungert man sicherlich nicht: Überall findet man kleine Garküchen und Stände mit leckeren – und für europäische Gaumen – auch mitunter nicht so leckeren Snacks. Hier wird gebrutzelt und gekocht, was Thailands Küche ausmacht: Suppen, Currys, Fleischspieße und vieles Exotisches mehr. Einfach mal ausprobieren, doch Vorsicht: Kann manchmal sehr scharf sein…

Zitate

Man stößt überall in der Naturfotografie auf deutliche Grenzen, von denen man allerdings nicht weiß, ob es auch die eigenen sind, oder wo diese liegen.
Pölking, Fritz

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